König Ludwig II. - aktuell | Das Internet-Magazin für
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Der Ludwig II.-Forschung liegt jetzt ein Bericht bzw. eine Eidesstattliche Erklärung eines noch lebenden 60jährigen Münchners vom 1. Oktober 2007 vor, woraus auch zu entnehmen ist, daß König Ludwig II. einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist.
Dieser Informant kann bezeugen, daß er den dunkelgrauen Mantel, den Ludwig II. am Todestag getragen hat, mit zwei Einschußlöchern mehrmals im Hause der Reichsgräfin von Wrbna-Kaunitz in München gezeigt bekommen habe.
Auch erfuhr er von der Gräfin als auch später von seinem Vater, daß Ludwig II. den Arzt Dr. Gudden n i c h t umgebracht habe. Ludwig II. beging keinen Selbstmord, sondern starb an den Folgen schwerster Schußverletzungen.
Auch diese neueste Zeugenaussage zeigt Übereinstimmung mit den bereits schon zahlreichen vorliegenden Erklärungen und Berichten hinsichtlich der Todesart Ludwigs II.
Der Grund des Tötungsdelikts ist in der beabsichtigten Flucht des Königs zu sehen. Die Flucht des Königs wurde sehr intensiv vorbereitet.
In einer weiteren mir vorliegenden Eidesstattlichen Erklärung vom 3. Juli 2006 schildert Markus Gerhard Fugger, Kaufmann, Genealoge und Chronist den Fluchtplan König Ludwigs II.:
„Mehrere Bootsbesatzungen haben am Abend des 13. Juni 1886 auf dem Starnberger See, etwa 200 Meter vom Ufer entfernt, in Höhe der südlichen Begrenzung des Schloßparks Berg, auf den König gewartet. Der König sollte zunächst gemeinsam mit dem Fischer Lidl
in dessen Kahn vom Ufer (Bootssteg) herkommend bis hin zu den wartenden Booten rudern, dann sollte er umsteigen und sodann an verabredeter Stelle (Roseninsel) abgesetzt werden; dort wollte sich der König zunächst mit der Kaiserin Elisabeth von Österreich treffen. Anschließend sollte die Flucht mit der Kutsche fortgesetzt werden. Die Aktion wurde für den Zeitraum 18.30 bis 19.00 Uhr verabredet. Ausgangspunkt der Flucht war der erwähnte Fischer, der einige Meter unterhalb der Uferlinie in seinem Kahn auf den König gewartet hat. Einen direkten Blickkontakt für die weiter draußen wartenden Boote zum Uferbereich gab es nicht. Kurz nach 19 Uhr soll sich dann eine Information unter den wartenden Booten verbreitet haben, die große Hektik auslöste. Es fiel der Satz: ‚Weg von hier, es ist geschossen worden, der König ist tot und sein Begleiter ist verschwunden’. Die Formation der Fluchthelfer habe sich daraufhin sehr schnell aufgelöst.“
Die Quelle des Markus Gerhard Fugger ist sein Urgroßvater (1860-1929). Der Urgroßvater war als junger Mann Angehöriger eines bayerischen Regimentes (linker Flügelmann). Für einige Zeit hatte er einen gleichaltrigen Kameraden, zu dem sich rasch eine Freundschaft entwickelte. Unter dem Siegel der Verschwiegenheit vertraute dieser Kamerad dem Urgroßvater an, am 13. Juni 1886 am Fluchtversuch Ludwigs II. beteiligt gewesen zu sein.

Die für die Ludwig II.-Forschung so wertvolle Erklärung an Eides Statt des Münchners vom 1. Oktober 2007 wird nachfolgend veröffentlicht:

Eidesstattliche Erklärung

Ich, Detlev Utermöhle, geb. 9. Januar 1947, wohnhaft in München, als Bankangestellter tätig gewesen, erkläre hiermit an Eides Statt, daß ich als Zehnjähriger in den 50er Jahren gemeinsam mit meinen Eltern und meiner Schwester den Mantel König Ludwigs II. von Bayern mit zwei Einschußlöchern im Rücken desselben gesehen habe.
Dieser Mantel wurde uns mehrmals, also mir und meiner Familie, von der Reichsgräfin Josephine von Wrbna-Kaunitz bei Besuchen in München, Richildenstraße 46, gezeigt.

Das erste Mal, so erinnere ich mich, zeigte uns die Gräfin den Mantel mit den Worten: „Ihr Alle könnt’ jetzt ohne Wissen der Angehörigen des ehemaligen Königs Ludwig II. die WAHRHEIT über die Umstände seines Todes erfahren. Nun zeige ich Euch den Mantel, den er am Tage seines Todes trug.“ Ferner berichtete uns die Gräfin vom abendlichen Spaziergang des Königs mit seinem Arzt am 13. Juni 1886 am Starnberger See. Der König ging mit dem Arzt Gudden am Bootshaus vorbei auf den Bootssteg. In der Mitte des Bootssteges etwa wollte dann der König in das bereitgestellte Boot (vom Fischer Lidl) einsteigen, um die geplante Flucht zu beginnen.
Plötzlich fielen zwei Schüsse, die vom Bootshaus abgegeben wurden; sie trafen Ludwig II. von hinten. Er war aber nicht sofort tot.
Dr. Gudden wurde vom König nicht unter Wasser gedrückt. Also kein Ringen usw. Der Arzt überlebte zunächst, wurde aber später mit dem König im See tot aufgefunden.
Diese Informationen hätte die Gräfin unter anderem, so erklärte sie, von einer „gut eingeweihten“ Person bekommen (Name ist bekannt), deren Vater als Prinzenerzieher im Hause Wittelsbach tätig war.
Unserer Familie war seitdem klar, daß König Ludwig II. erschossen wurde. Wir alle haben das für uns behalten, als sogenanntes Geheimnis. Aber jetzt, nach all den vielen Jahren, las ich in der AZ München von der Internet-Umfrage zum Tod des Königs; dieser Artikel („Woran starb der ‚Kini’?) wurde für mich zum Anlaß, meinem Herzen Luft zu machen und hierdurch die WAHRHEIT nach bestem Wissen dem Ludwig II.-Forscher Peter Glowasz zu berichten.
Der engere und durchaus sehr freundschaftliche Kontakt unserer Familie zu der Gräfin kam ab dem Jahr 1948 durch meinen Vater Walther Utermöhle, März 1993 verstorben, und meiner Mutter Gertrud Utermöhle, verstorben am 13. Oktober 1989, zustande. Meine Eltern wohnten zuletzt in Prien, Spatzenweg 6 b. Mein Vater war seinerzeit als Bankdirektor tätig und unterstützte die Gräfin in ihrer Tätigkeit als Vermögensverwalterin für das Kgl. Haus Wittelsbach. Mir ist auch erinnerlich, daß es einen längeren Briefwechsel zwischen meinem Vater und der Gräfin gab.
Die Gräfin habe ich heute noch als warmherzige Dame in Erinnerung - und nicht zuletzt deshalb, weil sie mich stets als den kleinen Prinzen bezeichnete.
Die Gräfin starb am 13. Dezember 1973, 77jährig. Sie kam durch einen Zimmerbrand in ihrer Wohnung in Nymphenburg ums Leben; sie verbrannte in ihrem Bett. Ihr Ehemann Graf Alfons überlebte und wurde mit Brandwunden und Rauchvergiftungen vom Hausarzt im Bett gefunden.
Die Todeskleider des Königs wurden aus der Wohnung der Gräfin von zwei Personen wohl gestohlen.
Für die Richtigkeit:
München, 1. Oktober 2007 gez. Detlev Utermöhle
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Copyright © Oktober 2007 by Peter Glowasz Verlag, Berlin


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